ERP mit PDM und DMS: So profitieren mittelständische Fertigungsbetriebe
In der heutigen Fertigungsindustrie, insbesondere im Mittelstand, ist die effiziente Verwaltung von Daten und Dokumenten entscheidend für den Erfolg. Ein integriertes ERP-System mit PDM- und DMS-Funktionalitäten bietet hierfür die ideale Lösung, um den gesamten Produktlebenslauf von der Konstruktion bis zur Auslieferung zu optimieren. Durch die nahtlose Integration dieser Systeme können Unternehmen ihre Prozesse verschlanken, Fehler reduzieren und die Produktivität steigern.
Welche ERP-Systeme gibt es für die Fertigungsindustrie, die in Losgröße 1+ produzieren?
Für die Fertigungsindustrie, insbesondere bei Losgröße 1+ und Variantenfertigung, existieren verschiedene ERP-Systeme, die sich in ihrem Funktionsumfang und ihrer Ausrichtung unterscheiden. Bei der Auswahl stehen Unternehmen verschiedene Optionen zur Verfügung:
- Standard-ERP-Systeme, die branchenübergreifende Funktionalitäten bieten,
- Individualsoftware, die speziell auf die Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten ist,
- Branchensoftware, die spezifische Anforderungen von Branchen wie Maschinenbau oder Fahrzeugbau abdeckt.
Die Auswahl des richtigen Systems hängt von den individuellen Anforderungen und Prozessen des Unternehmens ab.
Unterschiede zwischen Standard-, Individual- und Branchensoftware
Standard-ERP-Systeme bieten eine breite Palette an Funktionen, sind jedoch oft weniger flexibel in der Anpassung an spezifische Unternehmensprozesse. Individualsoftware hingegen wird speziell für ein Unternehmen entwickelt und bietet maximale Flexibilität, ist jedoch in der Regel teurer und zeitaufwendiger in der Entwicklung. Branchensoftware kombiniert die Vorteile beider Ansätze, indem sie branchenspezifische Funktionen bietet und gleichzeitig Anpassungsmöglichkeiten ermöglicht. Die Entscheidung für eine der drei Optionen sollte auf einer detaillierten Analyse der Unternehmensanforderungen basieren.
Anforderungen von Einzel- und Auftragsfertigern
Einzel- und Auftragsfertiger haben besondere Anforderungen an ein ERP-System. Dazu gehören eine flexible Produktionsplanung, die Unterstützung von Variantenfertigung und Losgröße 1+, sowie eine effiziente Materialwirtschaft und Fertigungssteuerung. Ein integriertes PDM-System ist hierbei unerlässlich, um die Produktdaten und Dokumente über den gesamten Produktlebenslauf hinweg zu verwalten. Auch ein DMS-System zur zentralen Datei- und Dokumentenverwaltung spielt eine wichtige Rolle.
Besonderheiten im Maschinen- und Fahrzeugbau
Im Maschinen- und Fahrzeugbau sind komplexe Produktionsprozesse und variantenreiche Produkte üblich. Daher ist ein ERP-System mit integriertem PDM- und DMS-System von großer Bedeutung. Es ermöglicht eine effiziente Verwaltung von Stücklisten, Arbeitsplänen und CNC-Programmen. Zudem unterstützt es das Änderungsmanagement und die revisionssichere Ablage von Dokumenten und Dateien. Die Integration von CAD/CAE-Systemen ist ebenfalls entscheidend, um einen automatischen Datenabgleich zu gewährleisten.
Kernfunktionen ERP-Typen: Standard-, Individual- oder Branchensoftware
Die Kernfunktionen von ERP-Systemen für den Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallbau, Fahrzeugbau, Nutzfahrzeugbau und Sonderfahrzeugbau umfassen Produktionsplanung, Materialwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Controlling und Vertrieb. Ein integriertes PDM-System ermöglicht die Verwaltung von Produktdaten und Dokumenten, während ein DMS-System die zentrale Ablage und den Zugriff auf alle relevanten Dokumente und Dateien gewährleistet. Die Integration dieser Systeme ist entscheidend für eine effiziente Fertigungssteuerung und eine transparente Dokumentation des Produktlebenslaufs.
Automatischer Datenabgleich zwischen CAD/CAE, PDM und ERP-System
Ein automatischer Datenabgleich zwischen CAD/CAE, PDM und ERP-System ist essenziell, um Fehler zu vermeiden und die Effizienz zu steigern. Durch die Integration dieser Systeme können Stücklisten und Arbeitspläne automatisch aktualisiert werden, sobald Änderungen in der Konstruktion vorgenommen werden. Dies reduziert den manuellen Aufwand und minimiert das Risiko von Fehlern. Auch das Änderungsmanagement wird durch den automatischen Datenabgleich vereinfacht, da alle relevanten Informationen zentral verwaltet werden.
Zentrale Zeichnungsverwaltung und Archivierung mit Versionierung
Die zentrale Zeichnungsverwaltung und Archivierung mit Versionierung ist ein wesentlicher Bestandteil eines integrierten PDM- und DMS-Systems. Sie ermöglicht es Konstrukteuren, Fertigungsmitarbeitern und Einkäufern, jederzeit auf die aktuellen Zeichnungen und Dokumente zuzugreifen. Die Versionierung stellt sicher, dass alle Änderungen nachvollziehbar sind und die richtige Version verwendet wird. Dies ist besonders wichtig für die Qualitätssicherung und die Einhaltung von Normen und Vorschriften.
Alle Dokumente im unternehmensweiten Zugriff (DMS)
Ein DMS (Dokumentenmanagement System) ist eine zentrale Informationsquelle für alle Dokumente und Dateien im Unternehmen. Es dient der elektronischen Dokumentenverwaltung und Dateiverwaltung, um den Zugriff auf relevante Informationen zu vereinfachen und die Zusammenarbeit zu fördern. Im Kontext von ERP und PDM bietet ein integriertes DMS-System einen erheblichen Mehrwert, da alle Informationen zum Produkt und zum Produktlebenslauf zentral verfügbar sind.
DMS als zentrale Informationsquelle
Das DMS fungiert als unternehmensweite Wissensdatenbank, in der alle relevanten Dokumente und Dateien zentral gespeichert und verwaltet werden. Dies umfasst Konstruktionszeichnungen, Spezifikationen, Handbücher, Verträge und vieles mehr. Durch die zentrale Ablage wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter stets Zugriff auf die aktuellsten Informationen haben, was die Effizienz steigert und Fehler reduziert. Die Integration mit dem ERP-System ermöglicht einen nahtlosen Informationsfluss zwischen den verschiedenen Abteilungen.
Revisionssichere Ablage
Ein wichtiger Aspekt des DMS ist die revisionssichere Ablage von Dokumenten und Dateien. Dies bedeutet, dass alle Änderungen an einem Dokument nachvollziehbar dokumentiert werden und ältere Versionen archiviert bleiben. Dies ist besonders wichtig für die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften und Qualitätsstandards. Die revisionssichere Ablage stellt sicher, dass jederzeit nachvollzogen werden kann, wer wann welche Änderungen an einem Dokument vorgenommen hat.
Zugriff für Fertigung, Einkauf, Service
Das DMS-System ermöglicht einen rollenbasierten Zugriff auf Dokumente und Dateien. Dies bedeutet, dass verschiedene Mitarbeiter oder Abteilungen unterschiedliche Zugriffsrechte haben. Konkret kann dies wie folgt aussehen:
- Die Fertigung hat Zugriff auf Konstruktionszeichnungen und Arbeitspläne.
- Der Einkauf kann auf Verträge und Bestellungen zugreifen.
Darüber hinaus hat beispielsweise der Service Zugriff auf Reparaturhandbücher und Ersatzteillisten. Dies stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter nur die Informationen sieht, die er für seine Arbeit benötigt.
„Projektakte“ auf einen Blick (E‑CAD, M‑CAD, Fotos, Dokumente, etc.)
Die „Projektakte“ bietet eine umfassende Übersicht über alle relevanten Informationen zu einem bestimmten Projekt. Dies umfasst E-CAD-Daten, M-CAD-Daten, Fotos, Dokumente und Dateien. Durch die Integration von PDM, DMS und ERP können alle Informationen zentral verwaltet und abgerufen werden. Dies ermöglicht eine effiziente Projektsteuerung und eine transparente Dokumentation des Produktlebenslaufs.
Losgröße 1+ und ihre Herausforderungen
Bei Losgröße 1+ entstehen besondere Herausforderungen in Bezug auf das Produktdatenmanagement und das Dokumentenmanagement. Da jedes Produkt individuell gefertigt wird, sind variantenreiche Stücklisten und flexible Arbeitspläne erforderlich. Ein integriertes PDM-DMS-PLM-System unterstützt die Verwaltung dieser komplexen Daten und sorgt für eine reibungslose Abwicklung der Aufträge. Die Software zur Dateiverwaltung muss in der Lage sein, die große Anzahl an individuellen Dateien und Dokumenten effizient zu verwalten.
Variantenfertigung und flexible Planung
Die Variantenfertigung erfordert eine flexible Produktionsplanung und -steuerung. Konfiguratoren und parametrische Stücklisten ermöglichen die Definition von Produkten mit unterschiedlichen Varianten. Das ERP-System muss in der Lage sein, diese Varianten zu verwalten und die Produktionsprozesse entsprechend anzupassen. Die Integration mit dem PDM-System stellt sicher, dass die korrekten Produktdaten für die jeweilige Variante verwendet werden.
Praxisbeispiele & Lösungsansätze (USP unseres Unternehmens einbauen)
ams.erp bietet speziell für den Fahrzeugbau, Nutzfahrzeugbau und Sonderfahrzeugbau optimierte ERP-Lösungen mit integriertem PDM und DMS. Unsere Kunden profitieren von einer effizienten Verwaltung von Stücklisten, Arbeitsplänen und CNC-Programmen. Durch die nahtlose Integration von CAD/CAE-Systemen wird ein automatischer Datenabgleich gewährleistet. Dies reduziert den manuellen Aufwand und minimiert das Risiko von Fehlern. Mit ams.erp können Unternehmen ihre Durchlaufzeiten verkürzen und ihre Produktivität steigern. Unsere Software zur Dateiverwaltung ist für die Verwaltung von komplexen Dateien und Dokumenten ausgelegt.
Häufige Fehler & Best Practices
Typische Stolpersteine bei ERP-Einführungen
Bei ERP-Einführungen im Mittelstand gibt es einige typische Stolpersteine. Dazu gehören unklare Anforderungen, mangelnde Datenqualität und fehlendes Change Management. Oft wird auch die Integration von PDM und DMS unterschätzt, was zu Ineffizienzen führt. Eine gründliche Planung und Vorbereitung sind daher entscheidend für den Erfolg des Projekts.
Change Management
Change Management ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg einer ERP-Einführung. Die Einführung eines neuen Systems erfordert oft eine Anpassung der Geschäftsprozesse und eine Umstellung der Arbeitsweise der Mitarbeiter. Es ist wichtig, die Mitarbeiter frühzeitig einzubinden und sie für die Veränderungen zu sensibilisieren. Schulungen und Workshops können helfen, die Akzeptanz zu erhöhen und die Mitarbeiter auf die neuen Prozesse vorzubereiten.
Datenqualität
Die Datenqualität spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz eines ERP-Systems. Fehlerhafte oder unvollständige Daten können zu falschen Entscheidungen und Ineffizienzen führen. Es ist daher wichtig, die Daten vor der Migration in das neue System zu bereinigen und zu validieren. Auch nach der Einführung des Systems sollte die Datenqualität kontinuierlich überwacht und verbessert werden. Ein Management-System hilft Ihnen dabei, Datenqualitätsstandards aufrechtzuerhalten.
FAQ
Was sind die wichtigsten PDM-Funktionen für Fahrzeugbau, Nutzfahrzeugbau und Sonderfahrzeugbau?
Die wichtigsten PDM-Funktionen für den Fahrzeugbau, Nutzfahrzeugbau und Sonderfahrzeugbau umfassen die Verwaltung von Stücklisten, Arbeitsplänen, CNC-Programmen und Dokumenten und Dateien. Auch das Änderungsmanagement und die Versionierung sind entscheidend, um die Nachvollziehbarkeit von Änderungen sicherzustellen. Ein automatischer Datenabgleich mit CAD/CAE-Systemen sorgt für einen stets aktuellen Datenbestand.
Welche Herausforderungen bestehen bei Losgröße 1+ und Variantenfertigung?
Bei Losgröße 1+ und Variantenfertigung bestehen die Herausforderungen vor allem in der Verwaltung der variantenreichen Produktdaten und der flexiblen Produktionsplanung. Das ERP-System muss in der Lage sein, die unterschiedlichen Varianten zu verwalten und die Produktionsprozesse entsprechend anzupassen. Ein integriertes PDM-DMS-PLM-System ist unerlässlich, um die Komplexität zu beherrschen.
Wie unterstützt unser Unternehmen mittelständische Fertigungsunternehmen mit ERP-Lösungen?
ams.erp unterstützt mittelständische Fertigungsunternehmen mit speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen ERP-Lösungen. Unsere Lösungen umfassen ein integriertes PDM und DMS, das eine effiziente Verwaltung von Produktdaten und Dokumenten ermöglicht. Wir bieten zudem umfassende Beratungsleistungen und unterstützen unsere Kunden bei der Implementierung und Schulung.
Welche KPIs eignen sich zur Steuerung von Produktion und Ressourcen?
Zur Steuerung von Produktion und Ressourcen eignen sich verschiedene KPIs (Key Performance Indicators). Einige wichtige Kennzahlen sind dabei besonders hervorzuheben:
- Durchlaufzeit
- Lagerbestand
- Termintreue
- Maschinenauslastung
Auch die Anzahl der Fehler und die Kundenzufriedenheit sind wichtige Kennzahlen. Die KPIs sollten regelmäßig überwacht und analysiert werden, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Das ERP-System bietet Möglichkeiten zur Erstellung von Auswertungen zur Datenanalyse.
Welche Stolpersteine gibt es bei ERP-Einführungen im Mittelstand?
Typische Stolpersteine bei ERP-Einführungen im Mittelstand sind unklare Anforderungen, mangelnde Datenqualität, fehlendes Change Management und eine unzureichende Integration von PDM und DMS. Auch eine mangelnde Einbindung der Mitarbeiter und eine unzureichende Schulung können zum Scheitern des Projekts führen. Eine gründliche Planung und Vorbereitung sind daher entscheidend.
Unser Team steht Ihnen gerne mit einer eingehenden Beratung zur Seite:
Deutschland: T +49 42 02 96 86-0 | Österreich: T +43 2236 32 07 77 | Schweiz: T +41 52 222 77 02